CMD: Wenn Kieferprobleme das Leben schwer machen

19. Februar 2024

Lesezeit: 4 min.

Die Frau fasst sich an den Nacken, weil sie aufgrund einer CMD Nackenschmerzen verspürt.

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist trotz ihrer weiten Verbreitung ein weitgehend unbekanntes Krankheitsbild. Zahlreiche Patienten leiden unter den charakteristischen Symptomen wie Kauschwierigkeiten, Kopfschmerzen und einem knackenden Kiefergelenk, ohne die wahre Ursache zu kennen. Mit diesem Blogbeitrag möchten wir Betroffene auf die Krankheit aufmerksam machen und ihnen passende Behandlungsoptionen aufzeigen.

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Was ist eine Craniomandibuläre Dysfunktion?

Die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet eine Krankheit, die Störungen der Kiefergelenkfunktion, der Kaumuskulatur sowie der Bisslage umfasst. Die häufigsten Symptome dieser multifaktoriellen Erkrankung sind langanhaltende Schmerzen im Bereich des Kiefergelenks und der angrenzenden Muskulatur. Zudem können oft Kopfschmerzen und Nackenverspannungen begleitend auftreten.

Die gute Nachricht: CMD ist behandelbar. Die Behandlung erfordert oft einen multidisziplinären Ansatz, der physiotherapeutische Maßnahmen und kieferorthopädische Korrekturen beinhalten kann. Dabei ist das Ziel, die Funktion des Kiefergelenks zu normalisieren, Schmerzen zu reduzieren und die Lebensqualität der Betroffenen signifikant zu verbessern.

Welche Symptome treten bei einer Craniomandibuläre Dysfunktion auf?

Die Symptome einer CMD können vielfältig sein und sich auf verschiedene Weise äußern. Zu den häufigsten Craniomandibuläre Dysfunktion Symptomen zählen anhaltende Schmerzen im Bereich des Kiefergelenks und der umliegenden Muskulatur, die besonders beim Kauen, Gähnen oder langen Gesprächen spürbar werden. Ein weiteres Anzeichen ist ein spürbares Knacken oder Reiben im Kiefergelenk bei Mundbewegungen, das nicht nur unangenehm, sondern auch hörbar sein kann. Viele Betroffene erleben zudem Kopfschmerzen und eine anhaltende Verspannung im Nacken- und Schulterbereich, die von der Kieferfehlstellung herrühren können.

Symptome einer Craniomandibulären Dysfunktion umfassen:

  • Anhaltende Kieferschmerzen
  • Knacken oder Reiben im Kiefergelenk
  • Kopfschmerzen, oft migräneartig
  • Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich
  • Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Öffnen des Mundes
  • Zähneknirschen oder -pressen, besonders nachts

Sollten Sie eines oder mehrere dieser Symptome bei sich feststellen, sollten Sie dringend einen Facharzt aufsuchen. Eine frühzeitige professionelle Einschätzung kann entscheidend sein, um langfristige Komplikationen zu vermeiden und die Lebensqualität zu verbessern.

Wie entsteht eine CMD?

Die Ursachen einer CMD können von Patient zu Patient unterschiedlich sein und oft miteinander in Verbindung stehen. Zu den Hauptfaktoren zählen:

  • Fehlstellungen der Zähne und des Kiefers: Ungleichgewichte im Biss können die Kiefergelenke belasten.
  • Stress und Zähneknirschen: Anhaltender Stress führt häufig zu Zähneknirschen und -pressen, was die Kiefermuskulatur überlastet.
  • Traumata und Verletzungen: Schläge oder Unfälle im Kieferbereich können die Gelenkfunktion beeinträchtigen.
  • Arthritische Veränderungen: Entzündungen oder degenerative Erkrankungen im Kiefergelenk tragen ebenfalls zur CMD bei.
  • Genetische Veranlagung: Eine familiäre Häufung von CMD weist auf genetische Faktoren hin.

Wie wird eine CMD diagnostiziert?

Die Diagnose einer CMD beginnt mit dem Erkennen der Symptome. Wenn Sie eines oder mehrere der oben aufgelisteten Symptome bemerken, ist es wichtig, diese von einem Kieferorthopäden untersuchen zu lassen. In unseren kieferorthopädischen Praxen der Spangenmacherei in München und Bad Neustadt führen unsere Fachärzte eine präzise Funktionsdiagnose durch, um die bestmögliche Behandlung für Sie zu finden. Die Diagnose einer CMD läuft dabei wie folgt ab:

  1. Anamnese: Zuerst schauen wir uns zahnärztliche Untersuchungsergebnisse und falls bereits vorhanden, vergangene Röntgenaufnahmen an. So bekommen wir ein vollständiges Verständnis Ihrer Beschwerden und der möglichen Ursachen.
  2. Manuelle Funktionsanalyse: Es wird eine sorgfältige manuelle Untersuchung des Kiefergelenks und der angrenzenden Muskulatur durchgeführt. Dabei wird darauf geachtet, dass die Bewegungsabläufe des Kiefergelenks ohne Schmerzen und Knacken erfolgen. Wir prüfen, wie gut sich Ihr Kiefer bewegt, indem Sie Ihren Mund öffnen und schließen. Wir tasten auch Ihre Kiefergelenke und Kaumuskeln ab, um nach Verspannungen oder für Sie schmerzhaften Stellen zu suchen. Weiterhin schauen wir uns genau an, wie Ihre oberen und unteren Zähne aufeinandertreffen. So können wir feststellen, ob Unregelmäßigkeiten oder Abweichungen zu einem normalen Biss vorliegen.
  3. Bildgebende Verfahren: Für eine effektive CMD-Behandlung ist eine genaue Diagnose entscheidend. Daher können zusätzlich bildgebende Verfahren wie MRT, CT und DVT zum Einsatz kommen, um den Zustand des Kiefergelenks detailliert zu erfassen.

Wie wird eine CMD behandelt?

Der Verlauf einer CMD-Behandlung hängt immer von den Ursachen ab, die festgestellt werden konnten. Je nachdem, welche Symptome identifiziert wurden, gestaltet sich der anschließende Therapieansatz. Nach einer detaillierten Diagnostik, die sowohl funktionelle Untersuchungen als auch bildgebende Verfahren umfasst, entwickelt man einen auf den Patienten zugeschnittenen Behandlungsplan. In unseren kieferorthopädischen Praxen in München und Bad Neustadt bieten wir sowohl die Diagnose- als auch die Behandlung von CMD für Sie an. Zu den gängigen Behandlungsmethoden zählen:

  • Okklusionsschienen: Diese speziellen Schienen werden individuell angefertigt und sollen nachts getragen werden. Sie helfen, den Kiefer in eine entspannte Position zu bringen, den Druck auf das Kiefergelenk zu reduzieren und Zähneknirschen zu vermindern.
  • Kieferorthopädische Korrekturen: Bei Fehlstellungen der Zähne oder des Kiefers können Zahnspangen oder andere kieferorthopädische Geräte eingesetzt werden, um die Bissposition zu korrigieren und so die Belastung des Kiefergelenks zu verringern.
  • Physiotherapie: Oft wird die kieferorthopädische Behandlung durch physiotherapeutische Maßnahmen ergänzt. Spezielle Übungen können helfen, die Muskulatur zu entspannen und die Beweglichkeit des Kiefergelenks zu verbessern.

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